Gut belohnt ist halb gewonnen – Belohnungen richtig einsetzen
Wenn Ihr Kind nicht das tut, was es soll – sei es im schulischen Bereich
oder auch zu Hause –, haben Sie verschiedene Möglichkeiten, darauf
zu reagieren. Entweder akzeptieren Sie das Fehlverhalten, bestrafen es oder
Sie versuchen, mit einer Belohnung eine Verhaltensänderung zu bewirken.
Belohnungssysteme in der Erziehung einzusetzen macht Spaß und ist dazu
noch sehr erfolgreich. Die Erziehung zu einem bestimmten Verhalten ist schon
während des Babyalters wichtig. Die Kinder sind schon sehr früh im
Haushalt Gefahren ausgesetzt, die sie überhaupt nicht einschätzen
können. Hier können Eltern vorsorgen und Produkte aus dem Bereich
Kindersicherheit nutzen,
um ihre Kleinen vor diesen Gefahren zu schützen. Darüber hinaus wir
ein Verhalten anerzogen, dass die Gefahren für die Kinder minimiert. Das
klappt auch bei den Hausaufgaben oder bei der Vorbereitung auf Klassenarbeiten.
Damit Sie die gewünschten Erfolge schnell erreichen, sollten Sie unsere
folgenden Tipps für richtiges Belohnen beachten.
So sieht der Teufelskreis von Kritik und mangelnder Anstrengung aus:
- Ihr Kind macht einen Fehler (z. B. sind die Rechenaufgaben nur zur Hälfte
richtig).
- Sie kritisieren die Fehler und erwarten, dass die Hausaufgaben neu gemacht
werden.
- Ihr Kind ist frustriert und verspürt keine Motivation weiterzuarbeiten.
Seine bisherigen Anstrengungen waren umsonst.
- Sein Zutrauen in seine eigenen Fähigkeiten sinkt.
- Mit jeder Kritik schwindet sein Selbstbewusstsein, sodass es bald schon
gar keine Lust mehr hat, überhaupt mit den Hausaufgaben zu beginnen.
- Beim Arbeiten denkt es sich: „Ich kann das nicht, ich mache sowieso
Fehler.“
Dadurch strengt es sich gar nicht mehr richtig an und produziert erst recht
Fehler. Hier schließt sich der Teufelskreis, denn als Nächstes folgt
wiederum Ihre Kritik.
Mit der richtigen Belohnung, zum Beispiel einem Lob, kann der negative Teufelskreis,
also damit auch die negative Zuwendung, leicht durchbrochen werden. Ihr Kind
fühlt sich nicht mehr ständig angemeckert, dadurch wird sein Widerstand
geringer, sich Ihre konstruktive und positive Kritik anzuhören. Da seine
Anstrengungen und Leistungen berücksichtigt werden, gewinnt es Zutrauen
in sein Können. Und weil alle Kinder gerne gelobt werden, wird sich auch
Ihr Kind anstrengen, um künftig diese positive Rückmeldung zu bekommen.
Bei dieser Vorgehensweise muss das ausgesprochene Lob jedoch ernst gemeint sein
und beim Kind als ehrliche Aussage ankommen. Wenn Ihr Kind spürt, dass
Ihr Lob konstruiert ist und nicht ehrlich Ihre Meinung widerspiegelt, dann wirkt
es auch nicht motivierend.
Ein Lob muss
- ehrlich gemeint sein,
- vom Kind auch angenommen werden, das heißt, Nachfragen ist erlaubt,
- präzise sein („Du warst schneller als gestern“ ist konkreter
als „Du hast es gut gemacht“),
- zeitnah sein (loben Sie direkt, nicht erst am Abend oder am nächsten
Tag).
Und wenn es nicht klappt?
Kein Weltuntergang! Geben Sie sich und Ihrem Kind etwas Zeit. Loben Sie es dafür
und motivieren Sie es, in der nächsten Woche einen neuen Anlauf zu starten.
Hält es durch, ist die Belohnung um so schöner, wenn der Vorsatz gelingt.
Stellt sich die Vereinbarung jedoch als allzu schwierig heraus, passen Sie den
Plan an. Erfolgserlebnisse braucht Ihr Kind auf jeden Fall, um seine Motivation
langfristig nicht zu verlieren.
Quelle: Dr. Schmelzer
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