Energiepreise steigen weiter an
Die Preise für Gas, Öl und Strom steigen auch im Jahr 2005 weiterhin an. Der Deutsche Mieterbund und Verbraucherverbände warnen Politik und Wirtschaft vor einer weiteren Erhöhung der Energiepreise für Privathaushalte. Nach einer Berechnung des Mieterbundes stiegen die Preise in den letzten fünf Jahren um ca. 30 %.
So zahle ein Familie in einer 70-Quadratmeter-Wohnung in diesem Jahr durchschnittlich 160 EUR mehr Heizkosten, 135 EUR mehr Gaskosten und satte 170 EUR mehr Stromkosten als noch im Jahr 2000. "Die Preisexplosion hält an, ein Ende ist nicht abzusehen", sagte Mieterbund-Direktor Franz-Georg Rips.
Des Weiteren fordert der Verband die Senkung des Energieverbrauches. Durch sorgfältigeren Umgang mit Energie könne ein Privathaushalt nach EU-Rechnung ca. 1.000 EUR im Jahr sparen, so der Bundesverband der Verbraucherzentralen.
Dessen Vorsitzende Edda Müller macht vor allem Pfusch am Bau für den hohen Energieverbrauch verantwortlich.
Die angespannte Lage auf den verschiedenen Energiemärkten hat unterschiedliche Gründe. Die auf dem Strommarkt vor sieben Jahren eingeführte Liberalisierung zog nur eine kurzfristige Senkung des Strompreises nach sich.
Die vier großen deutschen Stromanbieter Vattenfall, EnBW, RWE und EON kontrollieren den deutschen Strommarkt und bestimmen die Preise. Auf dem Heizölmarkt gibt es aktuell wesentlich größere Probleme.
"Die Öltanks waren noch nie so leer, wie in diesem Jahr. Speziell zum Winter hin wird dies auf Grund der hohe Nachfrage den Preis weiter in die Höhe treiben", so Franz-Georg Rips.
Der Mieterbund-Direktor warnt auch vor Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt, da Mieter an Kaufkraft verlieren würden und Vermieter auf Grund großer finanzieller Belastungen nicht in der Lage seien, Modernisierungsmaßnahmen durchzuführen.
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